Ein zentraler Aspekt des Lebensmittelrechts ist die Risikovorsorge. Beginnend bei der Risikoanalyse bis hin zur Information der Öffentlichkeit stellt das Spannungsverhältnis zwischen der Unsicherheit der Bewertung, der Berufs- und Unternehmerfreiheit der Lebensmittelunternehmer und dem effektiven Gesundheitsschutz der Bevölkerung die Akteure vor Herausforderungen. Im Tagungsband befassen sich Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis mit diesem Problemfeld und liefern wichtige Erkenntnisse. Darüber hinaus werden aktuelle Regulierungsvorhaben auf europäischer und nationaler Ebene wie die Deregulierung genomeditierter Pflanzen und kinderbezogene Werbeverbote diskutiert.
Leidet auch das Lebensmittelrecht unter den Auswirkungen der Überregulierung? Inwieweit sind die Akteure entlang der Lebensmittelkette von Überregulierung betroffen? Auf diese Fragen geben die Beiträge des 23. Bayreuther FLMR-Herbstsymposiums, die in diesem Band zusammengefasst sind, eine Antwort und spannen den Bogen dabei von der Werbefreiheit über Herausforderungen der Akkreditierung für die amtliche Lebensmittelüberwachung bis hin zum unionalen Anerkennungsprinzip als freiheitsschonendem Bauprinzip im Binnenmarkt.
Liebe Kunden, bitte beachten Sie: Das E-Book erscheint als Open Access unter der CC BY 4.0 Lizenz. Lizenzbedingungen: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/Leidet auch das Lebensmittelrecht unter den Auswirkungen der Überregulierung? Inwieweit sind die Akteure entlang der Lebensmittelkette von Überregulierung betroffen? Auf diese Fragen geben die Beiträge des 23. Bayreuther FLMR-Herbstsymposiums, die in diesem Band zusammengefasst sind, eine Antwort und spannen den Bogen dabei von der Werbefreiheit über Herausforderungen der Akkreditierung für die amtliche Lebensmittelüberwachung bis hin zum unionalen Anerkennungsprinzip als freiheitsschonendem Bauprinzip im Binnenmarkt.
Tagungsband zum 24. Bayreuther FLMR-Herbstsymposium Welche rechtlichen Rahmenbedingung braucht es für die Transformation im Lebensmittelsektor? Wie verändert KI die Lebensmittelproduktion und die Lebensmittelüberwachung? Gibt es mittlerweile ein Überangebot an Informationen für Verbraucher und wie kann dem auch mit neuen Technologien begegnet werden?Auf diese und andere Fragen gehen die Beiträge in diesem Tagungsband zum 24. Bayreuther FLMR-Herbstsymposium ein. Neue Entwicklungen gab es auch in der Rechtsprechung: Ungelöst bleiben Fragen zur Verwendung von Botanicals auch nach der Novel-Nutriology-Entscheidung des EuGH. Auch weitere Entscheidungen etwa zu Ersatzprodukten und den Leitsätzen der Deutschen Lebensmittelbuchkommission werden in diesem Band beleuchtet.
Im Lebensmittelrecht wirken Mechanismen staatlicher und privater Gewährleistung der Einhaltung des Rechts in vielfältiger Weise zusammen. Dieses letztlich in der Verantwortungsteilung des Art. 17 BasisVO grundgelegte Wechselspiel des Rechtsdurchsetzungsregimes kennt unterschiedlichste Akteure (von Unternehmen über Organisationen bis hin zu Behörden), nimmt verschiedenartigste Formen an (von privater Zertifizierung bis zu staatlicher Überwachung) und hat auch neuartige Zwischenbereiche hervorgebracht (z.B. in Gestalt der behördlichen Öffentlichkeitsinformation). Im vorliegenden Tagungsband werden damit zusammenhängende Fragen systematisch und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.
Das Lebensmittelrecht ist seit langem ein wichtiger Taktgeber der Weiterentwicklung des Unionsrechts und seines Zusammenspiels mit dem nationalen Recht. Politische Strategien und gesetzgeberische Neuerungen müssen in diesem Mehrebenensystem zu einem system- und interessengerechten Ausgleich finden, was insbesondere vor dem Hintergrund der Farm to Fork-Strategie, der europäischen Transparenzgesetzgebung und Herkunftskennzeichnung kein leichtes Unterfangen ist. Auch die nationalen Regelungsansätze der Nutztierhaltung und des Sorgfaltspflichtengesetzes werden in diesen Kontext einbezogen und untersucht.